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Notfallbetreuung: Wer hilft, wenn es eng wird?

Checkliste: Notfallbetreuung

  • Kinderkrankentage – 15 Tage pro Elternteil und Kind pro Jahr (Alleinerziehende: 30 Tage), max. 35 Tage insgesamt bei mehreren Kindern
  • Kinderkrankengeld – ca. 90 % des Nettogehalts, wird von der Krankenkasse gezahlt
  • Notfall-Kinderbetreuung – kurzfristige Betreuung über Vermittlungsstellen (z.B. KidsMobil, Notmütterdienst)
  • Betriebliche Notfallbetreuung – einige Berliner Arbeitgeber bieten eigene Lösungen an
  • Haushaltshilfe bei Krankheit – Krankenkasse zahlt, wenn Kinder unter 12 im Haushalt versorgt werden müssen
  • Großelternservice / Wunschgroßeltern – ehrenamtliche Leih-Omas und -Opas in vielen Bezirken
  • Nachbarschaftshilfe – Familienzentren und Elternnetzwerke im Kiez
  • Berliner Notdienst Kinderschutz – bei akuten Krisen: 030 / 61 00 66 (rund um die Uhr)

Wenn die Betreuung plötzlich ausfällt

Jede Familie kennt das: Das Kind wird morgens wach und hat Fieber. Die Kita ruft an und schickt euer Kind nach Hause. Oder die Tagesmutter fällt kurzfristig aus. Was dann? In Berlin gibt es mehr Möglichkeiten, als die meisten Eltern wissen.

Die erste und wichtigste Absicherung sind die Kinderkrankentage. Jeder Elternteil hat pro Kind Anspruch auf 15 Arbeitstage im Jahr, an denen er oder sie zu Hause bleiben kann, um ein krankes Kind zu betreuen. Alleinerziehende bekommen 30 Tage. In dieser Zeit zahlt die Krankenkasse Kinderkrankengeld – das sind rund 90 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts. Voraussetzung: Das Kind ist unter 12 Jahre alt, und der Kinderarzt stellt eine Bescheinigung aus.

Für Situationen, in denen du trotz krankem Kind arbeiten musst – etwa weil ein wichtiger Termin ansteht – gibt es in Berlin Notfall-Betreuungsdienste. Anbieter wie der Notmütterdienst oder KidsMobil vermitteln kurzfristig Betreuer*innen, die zu euch nach Hause kommen. Die Kosten variieren, aber manche Arbeitgeber übernehmen sie ganz oder teilweise. Frag mal in deiner Personalabteilung nach.

Falls du selbst krank wirst und dich nicht um deine Kinder kümmern kannst, hast du Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Die Krankenkasse zahlt, wenn Kinder unter 12 Jahren im Haushalt leben, die versorgt werden müssen, und sich niemand anderes darum kümmern kann. Den Antrag stellst du bei deiner Krankenkasse – am besten so schnell wie möglich.

Ein wunderbares Berliner Angebot sind die Wunschgroßeltern oder der Großelternservice: Ehrenamtliche Senior*innen, die regelmäßig oder bei Bedarf Zeit mit Kindern verbringen. Das ist keine professionelle Notfallbetreuung, aber für viele Familien – gerade solche ohne eigene Großeltern in der Nähe – eine echte Bereicherung. Viele Familienzentren in den Bezirken vermitteln solche Kontakte.

Wenn die Kita streikbedingt oder wegen eines Studientages geschlossen bleibt, springt manchmal die Kita selbst mit einer Notgruppe ein. Auch hier lohnt es sich, mit anderen Eltern ein Netzwerk aufzubauen – gemeinsam Kinder zu betreuen ist leichter als allein.

Und bei echten Krisen – wenn du in einer Notsituation bist und nicht weiterweißt – ist der Berliner Notdienst Kinderschutz rund um die Uhr erreichbar unter 030 / 61 00 66. Dort bekommst du sofort Hilfe und Beratung.

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