31.07.2026
Spielzeug kaufen: worauf du im Laden achten solltest
Drei Fragen hängen beim Spielzeugkauf zusammen. Ist es sicher? Hält es? Und spielt das Kind damit länger als einen Nachmittag? Die Zeichen auf der Packung beantworten nur die erste, und auch die nur halb.
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Bewusst leben
Beiträge zu Fragen aus dem Familienalltag, dazu amtliche Rückrufe und Orte zum Reparieren und Leihen.
Magazin
3 Beiträge
31.07.2026
Spielzeug kaufen: worauf du im Laden achten solltest
Drei Fragen hängen beim Spielzeugkauf zusammen. Ist es sicher? Hält es? Und spielt das Kind damit länger als einen Nachmittag? Die Zeichen auf der Packung beantworten nur die erste, und auch die nur halb.
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Apfelernte in Brandenburg – viele Höfe rund um Berlin haben jetzt Selbstpflück-Tage.
Bewusst einkaufen
Wissen kompaktNiemand hat Zeit, vor jedem Kauf zu recherchieren – und manchmal muss es einfach schnell und günstig gehen. Das ist völlig okay. Diese Seite ist kein Katalog für teure „Öko-Ware", sondern eine Handvoll Faustregeln, mit denen du auch mit kleinem Budget gute Entscheidungen triffst.
Siegel kurz erklärt
Nicht jedes Logo bedeutet dasselbe. Diese lohnen einen Blick:
- GS („Geprüfte Sicherheit"): unabhängig auf Sicherheit getestet – bei Spielzeug und Elektro ein guter Anhaltspunkt.
- Blauer Engel: das strengste deutsche Umweltzeichen, schaut auch auf Schadstoffe.
- GOTS / IVN Best: für Textilien – schadstoffarm und fairer produziert.
- Bio-Siegel (EU-Blatt, demeter, Bioland): weniger Pestizide, klare Regeln.
Unsicher, ob ein Siegel hält, was es verspricht? Das Regierungs-Portal Siegelklarheit.de bewertet die Glaubwürdigkeit – Werbe-Sprüche wie „naturnah" sind dagegen nicht geschützt.
Bei Kinderprodukten achten auf
- Kleinteile: Bei Spielzeug für unter Dreijährige – nichts, was in eine Klopapierrolle passt (Verschluck-Test).
- Geruch: Riecht Neuware stark chemisch, erst auslüften – oft ein Hinweis auf Weichmacher oder Lösungsmittel.
- Im Zweifel: lieber der Rückruf-Liste oben oder den amtlichen Portalen vertrauen als den Bewertungen im Shop.
Secondhand für Kinder
- Lohnt fast immer: Kleidung, Bücher und Spielzeug halten meist länger, als ein Kind sie braucht.
- Vorsicht bei Sicherheitsprodukten: Autositze nach einem Unfall oder mit unbekannter Vorgeschichte lieber neu kaufen.
- Im Kiez teilen: Flohmärkte und Verschenke-Regale sind oft schneller als jeder Versand.
Rückrufe & Warnungen
258 MeldungenAmtliche Meldungen von lebensmittelwarnung.de und EU Safety Gate, soweit sie Berlin betreffen oder bundes- bzw. EU-weit gelten (Stand 11.09.2026). Jede Zeile führt zur Meldung der Behörde – die ist verbindlich, nicht unsere Liste.
Keine Warnung passt zu dieser Auswahl.
Reparieren & Leihen
9 OrteVieles braucht man nur kurz – gerade bei Kindern. Leihen, Reparieren und Gebrauchtes sparen Geld und Ressourcen. In Berlin gibt es zahlreiche Repair-Cafés, in denen Ehrenamtliche beim Reparieren helfen – von der geflickten Kinderhose bis zum Kinderrad. Adressen im Reparaturführer.
Bibliothek der Dinge in Berlin
Werkzeug, Messgeräte, Sport- und Spielgeräte leihen statt kaufen – in vielen Berliner Stadtbibliotheken, oft kostenlos mit Bibliotheksausweis. Bestand und Verfügbarkeit findest du tagesaktuell im VÖBB-Katalog (Suchwort „Bibliothek der Dinge").
Flohmärkte & Repair-Termine
Alle TermineAus unserem Terminkalender – automatisch aktuell: stöbern, tauschen und reparieren im Kiez.
Was noch fehlt
strengere StandardsSiegel und Faustregeln helfen – aber sie ersetzen keine verbindlichen Regeln. Das sind die Punkte, für die sich Verbraucherschützer*innen einsetzen:
- Recht auf Reparatur: Ersatzteile, Anleitungen und Werkzeug müssen lange und bezahlbar verfügbar sein – und Reparieren darf nicht teurer werden als Neukaufen. Gefordert wird dafür unter anderem ein niedrigerer Mehrwertsteuersatz.
- Langlebigkeit, die man vor dem Kauf sieht: Geräte müssen länger halten, mit garantierten Software-Updates statt absichtlich verkürztem Produktleben – und ein Label am Produkt soll schon vor dem Kauf zeigen, wie reparierbar es ist.
- Ehrliche Kennzeichnung: eine verständliche Nährwert-Ampel (Nutri-Score) verpflichtend statt freiwillig, weniger Zucker und Zusatzstoffe in Kinderprodukten, klare Schranken für Werbung, die sich an Kinder richtet – und geprüfte Siegel-Kriterien statt ungeschützter Begriffe wie „naturnah".
- Faire Online-Regeln: Schluss mit manipulativen Designs und Abo-Fallen – und ein Verbraucherschutz, der sich durchsetzen kann.
Fehlt dir ein Punkt, oder siehst du einen davon anders? Schreib es in die Kiez-Gespräche.
Geprüfte Quellen
amtlich & werbefreiAlles kostenlos und werbefrei – ausschließlich amtliche, öffentliche oder offene Angebote.