Die ersten Wochen mit Baby
Checkliste: Die ersten Wochen
- Hebammen-Nachsorge – steht dir bis 12 Wochen nach der Geburt zu, in den ersten 10 Tagen sogar täglich (Krankenkasse zahlt)
- U2-Untersuchung – zwischen dem 3. und 10. Lebenstag (oft noch in der Klinik)
- U3-Untersuchung – in der 4. bis 5. Lebenswoche beim Kinderarzt
- Kinderärztin/Kinderarzt suchen – am besten schon vor der Geburt, die Praxen sind in Berlin oft voll
- Stillberatung – bei Problemen kostenlos bei vielen Beratungsstellen und Hebammen
- Rückbildungskurs buchen – ab ca. 6–8 Wochen nach der Geburt (Krankenkasse zahlt)
- Willkommensbesuch nutzen – kostenloses Angebot vom Bezirk: eine Familienhebamme kommt zu euch nach Hause
- Familienzentrum besuchen – offene Treffs, Krabbelgruppen und Beratung in deiner Nähe
Das Wochenbett – ankommen und sich kennenlernen
Die ersten Wochen mit einem Neugeborenen sind wunderschön, aufregend und manchmal auch ganz schön anstrengend. Das Wochenbett – die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt – ist dafür da, dass du dich erholst und du und dein Baby euch in Ruhe kennenlernen könnt. Lass dir Zeit und nimm Hilfe an, wo immer es geht.
Deine wichtigste Begleitung in dieser Phase ist die Hebamme. Die Nachsorge steht dir zu – und zwar bis zu 12 Wochen nach der Geburt. In den ersten zehn Tagen kann die Hebamme sogar täglich kommen. Sie schaut nach deiner Rückbildung, unterstützt beim Stillen, wiegt das Baby und hat ein offenes Ohr für alle Fragen. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse komplett.
Falls es beim Stillen nicht auf Anhieb klappt: Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Viele Krankenhäuser haben Stillberaterinnen, und auch Hebammen helfen weiter. In Berlin gibt es außerdem kostenlose Stillgruppen und Beratungsstellen, zum Beispiel in den Familienzentren. Und wenn Stillen nicht funktioniert oder nicht gewünscht ist, ist Flaschenmilch eine gute Alternative – wichtig ist, dass es euch gut geht.
In Berlin gibt es ein besonderes Angebot: den Willkommensbesuch. In den meisten Bezirken kommt nach der Geburt eine geschulte Familienhebamme oder Fachkraft zu euch nach Hause, stellt sich vor und informiert über Angebote für junge Familien im Kiez. Der Besuch ist kostenlos und freiwillig – und eine gute Gelegenheit, von Krabbelgruppen, Elterncafés und Beratungsstellen in der Nähe zu erfahren.
Die U-Untersuchungen beim Kinderarzt sind in den ersten Wochen besonders wichtig. Die U2 (3.–10. Lebenstag) findet meist noch in der Geburtsklinik statt, die U3 (4.–5. Lebenswoche) dann in der Kinderarztpraxis. Suche dir am besten schon vor der Geburt eine Praxis – in Berlin sind viele Kinderärzt*innen stark nachgefragt.
Und falls du merkst, dass alles zu viel wird – dein Baby viel schreit, du nicht schlafen kannst oder dich überfordert fühlst: Das ist okay, und du bist nicht allein. In Berlin gibt es Schreibabyambulanzen, Krisentelefone und frühe Hilfen, die genau dafür da sind. Scheue dich nicht, Hilfe zu holen – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.