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U18-Wahl: Demokratie üben, bevor man wählen darf

Checkliste: U18-Wahl

  • Seit 1996 – Die U18-Wahl gibt es seit 1996, erfunden in einem Berliner Jugendclub von Marcus Lehmann. Seitdem wird sie bundesweit vor jeder großen Wahl durchgeführt.
  • Wann? – Immer neun Tage vor dem offiziellen Wahltermin – bei Bundestagswahlen, Europawahlen, Landtagswahlen und Kommunalwahlen.
  • Wer darf wählen? – Alle Kinder und Jugendlichen, die wegen ihres Alters noch nicht an der offiziellen Wahl teilnehmen dürfen. Die Nationalität spielt keine Rolle.
  • Wo? – Bundesweit in Jugendclubs, Schulen, Jugendverbänden, auf Marktplätzen, in Fußgängerzonen und auf Sportplätzen.
  • Wahllokale eröffnen – Kinder und Jugendliche können mit oder ohne Unterstützung von Erwachsenen ein eigenes Wahllokal auf u18.org anmelden. Sie richten den Wahlraum ein, bauen Wahlkabinen und stellen Wahlurnen auf.
  • Vorbereitung – Im Vorfeld organisieren die jungen Menschen oft Podiumsdiskussionen, vergleichen Wahlprogramme und beschäftigen sich mit den Regeln und Abläufen von Wahlen.
  • Material – Die Bundes- und Landeskoordinierungsstellen stellen Material bereit. Vieles entwickeln die Jugendlichen aber auch selbst.
  • Träger – Organisiert wird die U18-Wahl vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Bundesjugendring, den Landesjugendringen und vielen Jugendverbänden. In Berlin: gefördert durch die Senatsverwaltung und STARKgemacht! Jugend-Demokratiefonds Berlin.

Demokratie ist kein Zuschauersport

Wahlsonntag. Die Erwachsenen gehen wählen, die Ergebnisse laufen im Fernsehen, die Parteien feiern oder sind enttäuscht. Und die Kinder? Schauen zu. Dürfen nicht mitmachen. Haben keine Stimme.

Genau das ändert die U18-Wahl. Seit 1996 – erfunden in einem Berliner Jugendclub – können Kinder und Jugendliche vor jeder großen Wahl an die Urne gehen und symbolisch ihre Stimme abgeben. Es geht nicht darum, die offizielle Wahl zu ersetzen, sondern darum, Demokratie greifbar zu machen.

Die Regeln sind einfach: Wählen darf, wer sonst wegen seines Alters noch nicht darf. Die Nationalität spielt keine Rolle. Die Wahl findet immer neun Tage vor dem offiziellen Wahltermin statt – bei Bundestagswahlen genauso wie bei Europa- oder Landtagswahlen.

Wahllokale entstehen überall dort, wo junge Menschen sind: in Jugendclubs, Schulen, Jugendverbänden, auf Marktplätzen und Sportplätzen. Das Besondere: Die Wahllokale werden von Kindern und Jugendlichen selbst organisiert. Sie melden sich auf der Plattform u18.org an, richten den Wahlraum ein, bauen Wahlkabinen und Urnen auf – und lernen dabei ganz nebenbei, wie eine echte Wahl funktioniert.

Aber die U18-Wahl ist viel mehr als nur Zettel falten: Im Vorfeld setzen sich die jungen Menschen aktiv mit Politik auseinander. Sie vergleichen Wahlprogramme, organisieren Podiumsdiskussionen und beschäftigen sich mit den Abläufen demokratischer Prozesse. Das Ergebnis: ein tieferes Verständnis dafür, warum Wahlen wichtig sind – und die Erfahrung, dass die eigene Meinung zählt.

Die Ergebnisse der U18-Wahl werden nach dem Wahltag ausgewertet und veröffentlicht – so entsteht ein Stimmungsbild der jungen Generation, das auch in der Politik Beachtung findet.

Organisiert und getragen wird die U18-Wahl von einem breiten Bündnis: Deutsches Kinderhilfswerk, Deutscher Bundesjugendring, Landesjugendring Berlin und viele Jugendverbände. In Berlin wird sie durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und den Jugend-Demokratiefonds STARKgemacht! gefördert.

Für Eltern: Die U18-Wahl ist eine großartige Gelegenheit, mit dem eigenen Kind über Politik, Demokratie und eigene Werte zu sprechen. Ermutigt euer Kind, mitzumachen – ob als Wähler, als Wahlhelfer oder sogar als Organisator eines eigenen Wahllokals.

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