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Hilfe in der Erziehung: Erziehungsberatung in Berlin

Checkliste: Die Erziehungsberatungsstellen (EFB)

  • Für wen sind sie da? – Für Mütter, Väter (auch getrenntlebende), Jugendliche und Kinder selbst, immer wenn das familiäre Zusammenleben von andauernden, schweren Konflikten oder Kommunikationssperren geprägt ist.
  • Was kostet das? – Die Inanspruchnahme der kommunalen und von Wohlfahrtsverbänden getragenen Erziehungs- und Familienberatungsstellen (EFB) in Berlin ist absolut kostenfrei.
  • Was passiert dort? – In den Gesprächen wird nicht nach einem Schuldigen gesucht. Ein multiprofessionelles Team (Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen) analysiert Verhaltensmuster der gesamten Familie und sucht gemeinsam mit euch nach praktischen Ausstiegsszenarien.
  • Freiwillig und vertraulich – Die Beratung unterliegt der strengen ärztlichen Schweigepflicht! Das Jugendamt wird nicht automatisch informiert, du machst dir dort also nicht "selbst eine Akte auf".
  • Angebotsvielfalt – Neben den 1-zu-1 oder Familiengesprächen bieten einige EFBs auch Mediation bei Trennungen an, wenn es um die Erstellung eines friedlichen Umgangsplans geht.

Wenn der rote Faden reißt

Kinder ins Leben zu begleiten ist zweifellos eine wunderbare, aber auch nervenaufreibende Aufgabe. Es gibt leider keine allgemeingültige Bedienungsanleitung. Phasen der totalen Verunsicherung sind daher vollkommen normal. Wenn jedoch das Familienklima auf Dauer vergiftet ist – das Kleinkind sich täglich schreiend auf den Boden wirft, das Grundschulkind aggressiv gegenüber Geschwistern wird oder sich der Teenie komplett abschottet und nur noch an der Konsole hängt – geraten Eltern massiv an ihre Grenzen.

Leider ist die Angst in Deutschland recht groß, dass sich beim Einschalten von Profis sofort das "System Jugendamt" einschaltet, um die eigenen elterlichen Fähigkeiten zu sanktionieren. Dieses Vorurteil hält viele Familien davon ab, frühzeitig die völlig niederschwelligen Erziehungsberatungsstellen (EFB) in Anspruch zu nehmen.

Die EFB ist im Grunde ein kostenloses "Coaching". Niemand verurteilt dich dort. Die Fachkräfte wissen, wie erdrückend der Alltag von Eltern ist. Sie können von der neutralen Warte aus oft Mechanismen erkennen, in denen die Familie feststeckt ("Wir schaukeln uns jeden Abend beim Thema Hausaufgaben gegenseitig bis zum Wutausbruch hoch!"). Oft reichen schon fünf oder sechs Termine aus, um die festgefahrene Kommunikation durch einfache Techniken "auszulüften".

Du kannst in jedem Berliner Bezirk eine Anlaufstelle finden, die meisten Ämter bieten PDF-Übersichten zu den Standorten (auch von freien Trägern wie der Diakonie, Caritas oder des AWO) an.

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