Wichtige Notfallkontakte in Berlin auf einen Blick
Checkliste: Die wichtigsten Nummern für Berlin
- 112 – Feuerwehr und Rettungsdienst: Bei lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen und Bränden (immer kostenfrei und erreichbar).
- 110 – Polizei: Wenn du oder jemand anderes sich in akuter Gefahr befinden oder gerade ein Verbrechen geschieht.
- 116 117 – Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: Wenn du in der Nacht oder am Wochenende dringend medizinische Hilfe brauchst, es aber nicht lebensbedrohlich ist (z.B. hohes Fieber, akute Schmerzen). Sie schicken bei Bedarf auch einen Arzt nach Hause.
- 030 / 19 24 0 – Giftnotruf Charité: Dein Kind hat Putzmittel getrunken oder eine unbekannte Beere gegessen? Hier erreichst du Tag und Nacht toxikologische Experten, die sofortige Handlungsanweisungen geben.
- 030 / 61 00 66 – Hotline Kinderschutz (Berliner Notdienst Kinderschutz): Tag und Nacht ansprechbar bei Vernachlässigung oder Gewalt gegen Kinder – auch bei unklarer Befürchtung.
Schneller Zugriff im Ernstfall
In einer akuten Notsituation – sei es ein Sturz auf dem Spielplatz, bei dem du dir unsicher bist ob der Arm gebrochen ist, oder eine massive Bedrohungssituation – schnellt der Puls in die Höhe. In solch extremen Stressmomenten fällt es oft schwer, noch einen klaren Gedanken zu fassen, wenn man sich vorher nicht mit den zuständigen Anlaufstellen vertraut gemacht hat.
Das Allerwichtigste ist, die Rufnummern vorab präsent zu haben. Es ist äußerst hilfreich, die Nummern des Giftnotrufs, des Kinderarztes sowie des Sperr-Notrufs für EC- und Kreditkarten (116 116) direkt in den Kontakten des eigenen Smartphones unter "A_Notfall" zu speichern. Wer kleine Kinder zu Hause betreut, sollte zudem an der Innenseite der Wohnungstür oder am Kühlschrank einen Zettel befestigen, auf dem in dicker Schrift die Telefonnummern und die eigene Wohnadresse notiert sind (falls ein Babysitter, Au-Pair oder Großeltern den Notruf wählen müssen und bei der Adressabfrage blockieren).
Berlin verfügt ergänzend über hervorragende und schnell erreichbare Erste-Hilfe-Stellen der großen Kliniken (z.B. Virchow-Klinikum, Vivantes Kliniken Neukölln und Friedrichshain, Charité Campus Mitte) mit speziellen Kinderrettungsstellen. Es lohnt sich, bereits beim Einzug zu prüfen, welche Kinderrettungsstelle geografisch die nächste für euren Kiez ist.
Auch wichtig ist die Nummer des ärztlichen und zahnärztlichen Bereitschaftsdienstes. Er bewahrt euch davor, mit einem Kind, das an Zahnschmerzen leidet, sonntagsmorgens verzweifelt von geschlossener Praxis zu geschlossener Praxis zu irren.