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Hilfe in Not- und Krisensituationen finden

Checkliste: Anlaufstellen in Krisen

  • Hotline Kinderschutz (Berliner Notdienst Kinderschutz) – Unter der Nummer 030 / 61 00 66 bist du rund um die Uhr verbunden, wenn du Sorge um das Wohl eines Kindes in deinem Umfeld (oder deinem eigenen) hast.
  • Jugendnotmail & NummergegenKummer – Kostenfreie und anonyme Online- und Telefonberatung speziell für Jugendliche, die in einer Krise stecken und mit ihren Eltern nicht sprechen können.
  • Berliner Krisendienst – Unter 030 / 390 63-0 erreichbar für akute psychosoziale Notfälle. Sie bieten auf Wunsch auch schnelle, persönliche Beratung an 9 Standorten in der Stadt an.
  • Erziehungs- und Familienberatung (EFB) – Wenn dir im Alltag "die Hutschnur reißt", du Angst vor deinem eigenen Verhalten hast oder massive Konflikte dominieren, bieten EFB-Stellen professionelle und kostenlose Unterstützung an.
  • Telefonseelsorge – Jederzeit unter 0800 / 111 0 111 erreichbar. Ein offenes Ohr für alle seelischen Nöte, absolut anonym und vertraulich.

Wenn alles zu viel wird

Familienkrisen kündigen sich nicht immer an. Ein plötzlicher Jobverlust, eine unerwartete Schuldenlast, der Verlust eines geliebten Menschen oder auch nur die permanente, schleichende Überforderung im Spagat zwischen Kindererziehung, Arbeit und eigenen Bedürfnissen. Es gibt Momente, in denen einem als Mutter oder Vater sprichwörtlich die Luft ausgeht. Der Akku ist leer, die Nerven liegen blank, und aus kleinen Streitereien resultieren regelmäßige familiäre Flächenbrände.

Das Eingeständnis "Ich schaffe das gerade nicht allein" ist ein Zeichen von Stärke! Es ist immens wichtig, sich einzugestehen, wenn die innerfamiliären Ressourcen erschöpft sind. In Berlin bist du in solchen Ausnahmezuständen glücklicherweise extrem gut versorgt. Wer beispielsweise in eine akute psychische Ausnahmesituation gerät, findet beim Berliner Krisendienst an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr ein offenes Ohr – und das bei Bedarf sogar muttersprachlich.

Manchmal dreht sich die Krise aber auch explizit um die Kinder. Ein pubertierender Jugendlicher, der sich radikal zurückzieht, Drogenkonsum im Spiel, massive Schulverweigerung. Hier greifen die städtischen Erziehungs- und Familienberatungsstellen (EFB). Es geht dort nicht darum, Eltern für ihre Erziehung zu bestrafen oder schulmeisterlich zu belehren. Die Psycholog:innen und Sozialpädagog:innen verstehen sich als Coaches, die verfahrene Situationen auflösen und wieder eine Brücke zwischen den Familienmitgliedern bauen.

Ein weiterer essenzieller Baustein: Wer Angst davor hat, auf der Straße zu landen, weil der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, findet Rat bei der Sozialen Wohnhilfe im eigenen Bezirk. Keine Krise muss allein und in Isolation ausgestanden werden.

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