Deutschkurse für Eltern an der VHS (Teilzeit mit Kinderbetreuung)
Checkliste: Elternintegrationskurse
- Was sind Elternkurse? – Spezielle Integrationskurse, die sich an Mütter und Väter richten und Themen wie Erziehung, Schule, Kita und das Gesundheitssystem in den Fokus rücken.
- Zeiten – Die meisten Kurse sind Teilzeitkurse. Sie finden am Vormittag statt (etwa 3 bis 4 Mal die Woche), damit sie sich mit den Schul- und Kitazeiten vereinbaren lassen.
- Kinderbetreuung – Viele Volkshochschulen bieten eine kostenlose Kinderbetreuung an, während die Eltern im Nebenraum Deutsch lernen. (Wichtig: Rechtzeitig fragen, da Plätze begrenzt sind).
- Umfang & Niveau – Ein Elternkurs umfasst meist mehr Stunden (bis zu 900 Unterrichtseinheiten Sprachkurs + 100 Einheiten Orientierungskurs) als ein allgemeiner Integrationskurs, weil es mehr Raum zum Austausch und eine sanftere Lernprogression gibt. Ziel ist das Niveau B1.
- Kosten – Für viele Zugewanderte, EU-Bürger oder Empfänger von Grundsicherung für Arbeitsuchende, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen kann der Kurs kostenlos sein bzw. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) übernimmt die Kosten oder gibt Zuschüsse.
- Einstufungstest – Vor Beginn wird an der VHS ein Einstufungstest gemacht, um genau den Kurs mit dem passenden Niveau (A1, A2 oder fortgeschritten) zu finden.
Deutsch lernen im Rhythmus des Familienlebens
Deutsch zu sprechen ist der Schlüssel zur Teilhabe in Berlin – ob für Elterngespräche in der Schule, Arztbesuche, die Wohnungssuche oder den eigenen beruflichen Wiedereinstieg. Doch gerade für Mütter und Väter, die kleine Kinder zu Hause haben oder den Familienalltag organisieren müssen, ist ein normaler, täglicher Intensivsprachkurs zeitlich oft gar nicht machbar.
Genau dafür gibt es die speziellen Eltern- und Frauenintegrationskurse der Berliner Volkshochschulen (VHS) sowie anderer zertifizierter Bildungsträger. Diese Kurse sind auf das Leben mit Kindern zugeschnitten.
Vormittags und in Teilzeit: Die Kurse finden in der Regel an drei oder vier Vormittagen in der Woche statt. Das gibt den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder in aller Ruhe zur Schule oder in die Kita zu bringen und danach selbst die Schulbank zu drücken.
Kostenlose Kinderbetreuung: Das größte Hindernis beim Deutschlernen ist oft ein fehlender Kitaplatz. Viele Volkshochschulen bieten deshalb begleitende Kinderbetreuung an. Babys und Kleinkinder werden von pädagogischen Fachkräften betreut, während die Eltern entspannt im Raum nebenan Vokabeln und Grammatik üben. Die Kinder gewöhnen sich so ganz nebenbei an andere Kinder und den Alltag in einer Gruppe.
Lebensnahe Themen: Im normalen Lehrbuch geht es vielleicht darum, wie man ein Ticket am Schalter kauft. In den Eltern-Integrationskursen geht es natürlich auch um Grammatik, aber der Schwerpunkt liegt auf Themen, die für Familien wichtig sind: Wie melde ich mein Kind in der Kita an? Wie funktioniert das Berliner Schulsystem? Wie schreibe ich eine Entschuldigung für die Schule? Was mache ich, wenn mein Kind krank ist?
Damit der Lernerfolg gesichert ist, nehmen sich diese Kurse mehr Zeit: Sie umfassen bis zu 1.000 Unterrichtseinheiten und bereiten gezielt auf den Deutsch-Test für Zuwanderer (B1) sowie den Orientierungskurstest („Leben in Deutschland“) vor.
Die Anmeldung erfolgt direkt bei den Volkshochschulen in den Bezirken. Vor Ort gibt es eine ausführliche, meist mehrsprachige Beratung, und es wird in einem kurzen Einstufungstest geschaut, welcher Kurs der richtige ist.