Beratung für Zugewanderte – Hilfe beim Start in Berlin
Checkliste: Beratungsangebote
- Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) – Richtet sich an Erwachsene ab 27 Jahren, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben (oder bereits länger hier sind und Integrationsbedarf haben). Sie helfen bei Fragen zu Sprachkursen, Wohnen, Gesundheit, Schule und Beruf.
- Jugendmigrationsdienste (JMD) – Begleiten junge Menschen mit Migrationshintergrund vom 12. bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres beim Übergang von der Schule in den Beruf und bei der sozialen Integration.
- BEMA (Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit) – Berät in vielen Sprachen zum Arbeitsrecht, damit Zugewanderte nicht ausgebeutet werden.
- Clearingstelle für nicht-krankenversicherte Menschen – Hilft Menschen ohne Krankenversicherung, Zugang zur gesundheitlichen Versorgung zu erhalten und in die Regelversorgung (zurück) zu kommen.
- Willkommenszentrum Berlin – Zentrale Anlaufstelle der Berliner Beauftragten für Integration und Migration für Fragen rund um das Ankommen in Berlin.
- Kostenlos & Vertraulich – Die Beratungsangebote von Wohlfahrtsverbänden (z.B. Caritas, Diakonie, AWO, DRK) sind unabhängig, verschwiegen und kostenlos.
Guter Rat auf dem Weg in den Alltag
Wer aus dem Ausland nach Berlin zieht – egal ob aus anderen EU-Ländern, als Fachkraft aus Drittstaaten oder als geflüchteter Mensch – steht am Anfang vor vielen Herausforderungen und einem Berg von Formularen.
Das deutsche Schul-, Ausbildungs- und Gesundheitssystem ist oft anders organisiert als im Herkunftsland. Dazu kommen Fragen zum Aufenthaltsrecht, zur Anerkennung ausländischer Zeugnisse oder zur Kitaplatzsuche. Um all das nicht allein bewältigen zu müssen, gibt es in Berlin ein dichtes Netz an Beratungsstellen.
Ein wichtiger Pfeiler ist die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE). Sie richtet sich primär an Neuzugewanderte, steht aber auch Menschen offen, die schon länger hier leben. Beratungsstellen der MBE gibt es in fast jedem Bezirk, getragen von Wohlfahrtsverbänden. Das hat den großen Vorteil: Die Beraterinnen und Berater sind unabhängig von Behörden und arbeiten absolut vertraulich.
Für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 27 Jahren sind die Jugendmigrationsdienste (JMD) da. Sie unterstützen beim Schulabschluss, bei der Ausbildungssuche und helfen bei familiären oder persönlichen Problemen.
Neben den allgemeinen Anlaufstellen gibt es hochspezialisierte Zentren: Das Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA) klärt auf, wenn es Probleme mit Arbeitgebern gibt (z.B. Lohnraub, fehlende Verträge). Die Clearingstelle vermittelt, wenn Menschen keine Krankenversicherung haben und ärztliche Hilfe brauchen. Und das Netzwerk bridge berät Geflüchtete speziell zu Bleiberecht und beruflicher Integration.
Vieles lässt sich leichter in der eigenen Muttersprache klären. Die meisten großen Beratungsstellen bieten ihre Dienste in mehreren Sprachen an oder können Sprachmittlerinnen und Sprachmittler hinzuziehen.