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Mitbestimmung: So können Kinder und Jugendliche in Berlin mitreden

Checkliste: Mitbestimmung

  • UN-Kinderrechtskonvention – Das Recht auf Mitbestimmung ist in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Kinder und Jugendliche haben das Recht, bei Entscheidungen, die sie betreffen, gehört zu werden.
  • Kinder- und Jugendbüros – In vielen Berliner Bezirken gibt es Kinder- und Jugendbüros. Sie haben ein offenes Ohr für junge Menschen, unterstützen bei der Umsetzung von Ideen und vermitteln zwischen Jugend, Politik und Verwaltung.
  • Kinder- und Jugendparlamente – In Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es Kinder- und Jugendparlamente. In anderen Bezirken können sich Interessierte in Jugendforen oder Jugendjurys engagieren.
  • Jugendverbände – Jugendverbände, Jugendbildungsstätten und Projekte der kulturellen Jugendbildung bieten Raum für politisches und gesellschaftliches Engagement.
  • jugendFORUM – Das jährliche Berliner jugendFORUM ist eine von Jugendlichen selbst geplante und moderierte Veranstaltung für den politischen Dialog.
  • U18-Wahl – Vor offiziellen Wahlen können Kinder und Jugendliche in eigenen U18-Wahllokalen symbolisch ihre Stimme abgeben. Das fördert die Auseinandersetzung mit Politik.
  • Online mitmischen – Das Jugendportal jup! Berlin der Senatsverwaltung ermuntert zum Mitmachen und zeigt, wie man sich erfolgreich beteiligt.

Deine Stimme zählt – auch unter 18

Wie soll der neue Spielplatz aussehen? Wie wird der Schulweg sicherer? Wo braucht es bessere Radwege? Diese Fragen betreffen Kinder und Jugendliche direkt – und deshalb dürfen sie mitreden. Das Recht auf Mitbestimmung ist nicht nur eine nette Idee, sondern in der UN-Kinderrechtskonvention verankert.

In Berlin gibt es dafür viele konkrete Möglichkeiten. In den meisten Bezirken haben Kinder- und Jugendbüros ein offenes Ohr für die Anliegen junger Menschen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen dabei, eigene Ideen umzusetzen und vermitteln den Kontakt zu Politik und Verwaltung. Die Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik Berlin listet alle Kontaktadressen auf ihrer Internetseite „Mitbestimmen in Berlin".

Wer sich politisch engagieren möchte, kann in einem Kinder- oder Jugendparlament aktiv werden. In den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es solche Parlamente. In anderen Bezirken laufen Jugendforen oder Jugendjurys, in denen junge Menschen ihre Ideen einbringen und über Projektgelder mitentscheiden können.

Auch Jugendverbände und Jugendbildungsstätten sind gute Orte, um sich gesellschaftlich und politisch einzubringen. Die Berliner Projekte der kulturellen Jugendbildung ermöglichen es, eigene Positionen zu entwickeln und öffentlich sichtbar zu machen.

Ein besonderes Highlight ist das jährliche Berliner jugendFORUM (#jufo): Hier planen und veranstalten Jugendliche selbst eine Plattform für den politischen Austausch – sie moderieren Diskussionen, laden Gäste ein und bringen ihre Themen auf die Agenda.

Und dann ist da die U18-Wahl: Vor jeder großen Wahl (Bundestag, Abgeordnetenhaus, Europa) können Kinder und Jugendliche in eigens eingerichteten Wahllokalen symbolisch ihre Stimme abgeben. Die Nationalität spielt keine Rolle. Es geht darum, sich mit Wahlprogrammen auseinanderzusetzen und demokratische Prozesse kennenzulernen.

Wer lieber digital mitmischen will: Das Jugendportal jup! Berlin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zeigt, wie man sich erfolgreich aktiv beteiligt, bietet Projektmanagement-Tipps für Jugendliche und berichtet über aktuelle Beteiligungsmöglichkeiten.

Für Grundschulkinder gibt es das Buch „Fragt doch mal uns!" der Berliner Landeszentrale für politische Bildung – es erklärt anschaulich, wie und wo Kinder mitbestimmen können.

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