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Praktikum: Reinschnuppern, ausprobieren, Türen öffnen

Checkliste: Praktikum

  • Schülerpraktikum – In Berlin absolvieren Schülerinnen und Schüler in der Regel ein zwei- bis dreiwöchiges Betriebspraktikum in Klasse 9 oder 10. Die Schule organisiert den Rahmen, den Platz suchen die Jugendlichen selbst.
  • Freiwilliges Praktikum – Kann vor, während oder nach einer Ausbildung oder einem Studium gemacht werden. Dauer: wenige Tage bis mehrere Monate.
  • Pflichtpraktikum – Ist in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben. Manchmal auch als Vorpraktikum vor dem Studium nötig.
  • Bezahlung – Freiwillige Praktika über drei Monate: Mindestlohn vorgeschrieben. Bei Pflichtpraktika, unter 18-Jährigen ohne Ausbildung oder freiwilligen Praktika unter drei Monaten: kein Mindestlohn-Anspruch. Viele Unternehmen zahlen trotzdem freiwillig.
  • Praktikumsplatz finden – Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Praktikumsbörsen (studienwahl.de, planet-beruf.de), Handwerkskammer Berlin, oder direkt bei Unternehmen anfragen.
  • Zeugnis – Nach dem Praktikum immer eine Praktikumsbescheinigung oder ein Zeugnis ausstellen lassen. Das hilft bei späteren Bewerbungen.
  • Auslandspraktikum – Informationen beim DAAD, der Bundesagentur für Arbeit und den Auslandsämtern der Hochschulen. Für Azubis gibt es die Initiative „Mach mehr aus deiner Ausbildung" mit Förderung für Auslandspraktika.
  • Versicherung – Bei Schülerpraktika ist dein Kind über die Schule unfallversichert. Bei freiwilligen Praktika klärt das der Praktikumsgeber.

Mehr als Kaffeekochen

Ein gutes Praktikum ist Gold wert. Es gibt Jugendlichen die Chance, in einen Beruf hineinzuschnuppern, die eigenen Stärken zu entdecken und herauszufinden, was ihnen liegt – und was nicht. Manchmal ist ein Praktikum sogar der Türöffner für einen Ausbildungsplatz oder einen Job.

Das bekannteste Praktikum ist das Schülerbetriebspraktikum: In Berlin machen Schülerinnen und Schüler in der Regel in Klasse 9 oder 10 ein zwei- bis dreiwöchiges Praktikum in einem Betrieb. Die Schule gibt den Rahmen vor, aber den Platz suchen die Jugendlichen selbst – hier ist Eigeninitiative gefragt. Anfragen direkt bei Unternehmen im Kiez sind oft erfolgreich.

Daneben gibt es freiwillige Praktika – vor, während oder nach einer Ausbildung oder einem Studium. Die Dauer variiert von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Und es gibt Pflichtpraktika, die in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben sind.

Die Frage nach der Bezahlung hängt von der Art des Praktikums ab: Bei freiwilligen Praktika, die länger als drei Monate dauern, muss der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden. Bei Pflichtpraktika, bei unter 18-Jährigen ohne abgeschlossene Ausbildung oder bei freiwilligen Praktika unter drei Monaten besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Mindestlohn. Trotzdem zahlen viele Unternehmen freiwillig eine Vergütung – nachfragen lohnt sich.

Wo findet man einen Platz? Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, die Seite planet-beruf.de für Schüler, studienwahl.de für Studierende und die Handwerkskammer Berlin bieten Praktikumsbörsen an. Auch Initiativbewerbungen direkt bei Unternehmen in der Nachbarschaft sind eine gute Strategie.

Wichtig: Nach dem Praktikum immer ein Zeugnis verlangen. Eine gute Praktikumsbescheinigung kann bei späteren Bewerbungen den Unterschied machen – sie zeigt, dass man Erfahrung gesammelt und sich engagiert hat.

Für Abenteuerlustige gibt es auch die Möglichkeit eines Auslandspraktikums. Der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und die Bundesagentur für Arbeit beraten dazu. Für Azubis bietet die Nationale Agentur beim BIBB mit der Initiative „Mach mehr aus deiner Ausbildung" Förderungen für Auslandspraktika an.

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