Wiedereinstieg nach der Elternzeit
Checkliste: Wiedereinstieg planen
- Recht auf Rückkehr – nach der Elternzeit hast du Anspruch auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz
- Teilzeit in Elternzeit – du darfst bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten, auch beim eigenen Arbeitgeber
- Brückenteilzeit – befristete Teilzeit mit Rückkehrrecht auf Vollzeit (bei Betrieben ab 45 Beschäftigten)
- Fristen beachten – den Wiedereinstieg rechtzeitig mit dem Arbeitgeber besprechen
- Kinderbetreuung klären – Kita-Gutschein und Betreuungszeiten an die Arbeitszeiten anpassen
- Wiedereinstiegsberatung nutzen – kostenlos bei der Agentur für Arbeit und Berliner Beratungsstellen
- Weiterbildung prüfen – viele Angebote sind kostenlos oder förderbar, auch während der Elternzeit
- Selbstständigkeit als Option – Gründungsberatung in Berlin ist kostenlos möglich
Der Weg zurück in den Beruf
Elternzeit ist eine wertvolle Zeit – aber irgendwann stellt sich die Frage: Wie geht es beruflich weiter? Ob du schnell zurück in den Job möchtest oder nach einer längeren Pause einen Neustart planst – in Berlin gibt es gute Unterstützung.
Zunächst die gute Nachricht: Du hast ein gesetzliches Recht auf Rückkehr an deinen Arbeitsplatz. Dein Arbeitgeber muss dir nach der Elternzeit einen gleichwertigen Arbeitsplatz anbieten – nicht unbedingt exakt denselben, aber vergleichbar in Bezug auf Aufgaben und Bezahlung. Sprich rechtzeitig mit deinem Arbeitgeber über den Wiedereinstieg, am besten einige Monate vorher.
Viele Eltern wünschen sich nach der Rückkehr erst einmal eine Teilzeitlösung. Während der Elternzeit darfst du bereits bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Und auch danach gibt es Optionen: Die Brückenteilzeit erlaubt dir, deine Arbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum zu reduzieren – mit dem Recht, danach wieder in Vollzeit zurückzukehren. Das gilt in Unternehmen mit mindestens 45 Beschäftigten. Alternativ kannst du ganz regulär Teilzeit beantragen, wenn dein Betrieb mehr als 15 Mitarbeitende hat.
Falls du während der Elternzeit den Anschluss verloren hast oder dich beruflich neu orientieren möchtest, helfen Wiedereinstiegsberatungen. In Berlin gibt es dafür kostenlose Angebote, zum Beispiel bei der Agentur für Arbeit, den Berliner Frauenzentren oder spezialisierten Beratungsstellen wie den Beratungsnetzwerken für Frauen. Dort bekommst du Unterstützung bei der Jobsuche, beim Bewerbungstraining und bei der Planung deiner nächsten Schritte.
Auch Weiterbildung ist eine gute Option – und oft sogar während der Elternzeit möglich. Die Agentur für Arbeit fördert berufliche Qualifizierungen, und in Berlin bieten Volkshochschulen und andere Träger zahlreiche Kurse an, von IT über Sprachen bis hin zu branchenspezifischen Fortbildungen.
Ein oft unterschätztes Thema: Die Kinderbetreuung muss zum Arbeitsmodell passen. Kläre frühzeitig, ob die Kita-Zeiten mit deinen Arbeitszeiten zusammenpassen. Falls nicht, gibt es in Berlin ergänzende Angebote wie Kindertagespflege oder flexible Notfallbetreuung.
Und wenn du mit dem Gedanken spielst, dich selbstständig zu machen: In Berlin gibt es kostenlose Gründungsberatung, zum Beispiel über die IHK, die Handwerkskammer oder spezialisierte Gründungszentren für Frauen. Auch das Jobcenter berät zu Fördermöglichkeiten wie dem Gründungszuschuss.