← Alle Ratgeber

Stadtteilmütter: Vertraute Begleiter für Migranten

Checkliste: Der Einsatz der Stadtteilmütter

  • Was machen Stadtteilmütter? – Sie besuchen zugewanderte Familien zu Hause oder unterstützen sie mobil. Sie klären über Kitas auf, begleiten bei Ämtergängen und helfen beim Verstehen von Berliner Schul-Regularien.
  • Vertrauen auf Augenhöhe – Stadtteilmütter haben selbst Familie, oft ebenfalls eine Migrationsgeschichte und sprechen oft dieselbe Erstsprache wie die betreuten Familien (z.B. Türkisch, Arabisch, Farsi oder Russisch).
  • Der Fokus – Das primäre Ziel ist es, Kindern aus Einwanderungsfamilien und geflüchteten Familien faire Bildungs- und Entwicklungschancen in Berlin zu sichern, von der Einschulung bis zur gesundheitlichen Prävention.
  • Keine Kontrolle, pures Angebot – Stadtteilmütter sind kein Kontrollinstrument vom Jugendamt. Die Treffen basieren absolut auf Vertrauen und Freiwilligkeit.
  • Verfügbarkeit – Das Landesprogramm läuft und expandiert kontinuierlich. In fast jedem Berliner Bezirk, besonders in sozial belasteten Quartieren, gibt es koordinierende Projektträger für diese großartigen Helferinnen.

Verständnis braucht keine Formulare

Du kommst nach Berlin, sprichst die Sprache kaum, und erhältst für dein vierjähriges Kind stoisch wirkende Post in Amts-Deutsch, betreffend den "Sprachstandsfeststellungstest". Niemand erklärt dir wirklich einfühlend, wann Kita-Fristen abgelaufen sind oder wie die Noten in der hiesigen Grundschule überhaupt gewichtet werden. Isolation in Einwanderer- und Geflüchteten-Familien entsteht nicht nur durch mangelnden Willen, sondern viel häufiger durch eine überfordernde Systemarchitektur.

Das von Berlin adaptierte Erfolgsprojekt der Stadtteilmütter ist ein Meilenstein der Integration. Diese Frauen werden vorab qualifiziert – zu Themen wie gesunde Ernährung, gewaltfreie Erziehung, Ersthilfe, Schulsystem. Ihr wertvollstes Kapital in die Beratung bringen sie aber durch ihre eigene Lebensgeschichte mit. Sie sitzen mit Müttern in der Küche beim Tee und räumen Ängste ab (beispielsweise Vorurteile bei der Beantragung psychologischer Hilfe für ein durch Flucht belastetes Kind).

Diese Begegnungen finden in der Muttersprache und nicht in eiskalten Amtsfluren statt. Sie lotsen in Berliner Familienbildungsstätten, helfen bei Elterngeldanträgen und ermutigen isoliert lebende Mütter vehement und auf gleicher Wellenlänge, offene Netzwerke vor Ort aufzusuchen und eigene Sprachbarrieren bei Kiez-Nachbarn abzubauen.

Lade Details...
Hi! Ich bin KIM, deine KI-Assistenz für den Kiez. Melde dich an, um mich zu nutzen!
KIM beantwortet dir 10 Fragen ohne Anmeldung – mit kostenlosem Konto fragst du unbegrenzt und erstellst eigene Beiträge.